Quantitative Prognosemethoden

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Zweck

Zweck von Prognosen ist es, die zukünftige Entwicklung vorauszusagen, um anhaltende Trends zu verstärken oder Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Prognosen dienen auch dazu Entscheidungen vorzubereiten.

 

Eine Prognose muss den zukünftigen Zustand des Objekts, die allgemeinen Gesetze, auf deren Grundlage die zukünftigen Zustände des Objektbereichs berechnet werden können und die Anwendungsbedingungen berücksichtigen.

 

Bei der Anwendung quantitativer Methoden wird möglichst nach Variablen gesucht, die quantifiziert werden können.

Anforderung

Empirisch gehaltvolle wissenschaftliche Prognosen sollen folgende Anforderungen erfüllen:

  1. Keine trivialen Formulierungen
  2. Objektivität - intersubjektive Überprüfbarkeit der Methode, dazu gehört die vollständige Angabe und Spezifikation der Bedingungen, von denen das Eintreffen des prognostizierten Ergebnisses abhängig gemacht wird
  3. Überprüfbarkeit der Prognose selbst.

Statistische Methoden bilden die Grundlage für den Bau vieler Prognosemodelle.

Einsatzbereiche von Prognosen

Die Umweltfolgenabschätzung muss zukünftige Umweltzustände, Auswirkungen von Vorhaben oder die Wirkung von Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen prognostizieren. Diese Prognosen können jedoch meist keine quantitativen Aussagen treffen sondern bewegen sich oftmals in qualitativen Größenordnungen. Dazu werden Eintrittswahrscheinlichkeiten abgeschätzt.

 

Die Raumordnung bedient sich etwa der Prognose zur Festlegung künftiger Flächennutzungen und zur Aktivitätsfolgenabschätzung. Dabei wird mit Szenarien und Modellrechnungen gearbeitet.

 

Einsatzbereiche quantitativer Prognosen hingegen sind:

  • Wirtschaftswachstum
  • Inflationsrate
  • Arbeitslosenquote
  • Verkehrsprognosen
  • Wohnungsbedarfsprognosen usw.

Infobox

Fürst, Dietrich & Scholles, Frank (Hrsg.) (2008): Handbuch Theorien und Methoden der Raum- und Umweltplanung, 3. Auflage, Dortmund.

Letzte Änderung: 19.11.2012