Prognose- und Szenariomethoden

< Zurück zu Übersicht

Die Prognose bezeichnet die Aussagen über Ereignisse, Zustände oder Entwicklung in der Zukunft, somit eine Vorhersage bzw. eine Voraussage. Die Basis einer Prognose bilden Fakten, die oft mit formalisierten Methoden (Messungen, zeitlich gegliederten Messreihen oder Simulationen) zur Erstellung von Datenmaterial erhoben werden. Auf diesen Grundlagen können dann mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit Voraussagen für die Zukunft gemacht und Entscheidungen getroffen werden.

 

Unter Szenario ist sowohl die Beschreibung einer möglichen zukünftigen Situation als auch des Pfades, der zu dieser zukünftigen Situation führt. Dies umfasst nicht nur die Darstellung eines plausiblen Weges für zukünftige Entwicklungen, sondern die Voraussage und Begründung mehrerer Optionen. Szenarien werden mit Hilfe der Szenariotechnik erarbeitet.

Zweck

Zweck von Prognosemethoden ist es, die zukünftige Entwicklung vorauszusagen, um Unterstützungs- oder Gegenmaßnahmen zum Trend zu ergreifen. Bei einer Prognose ist das Ziel bereits vorgegeben, der - künftige - Zustand des Objekts wird gesucht.

 

Mit der Szenariotechnik sollen realistische Entwicklungsmöglichkeiten bzw. -korridore in vergleichsweise ferner Zukunft und bei relativ großer Unsicherheit in Abhängigkeit von bestimmten Rahmenbedingungen aufgezeigt werden.

 

Die Methode wird insbesondere bei langfristigen Zeitspannen eingesetzt, wo quantitative Prognosemethoden versagen und die Unsicherheiten für Simulationen zu groß sind. Im Mittelpunkt stehen im Gegensatz zu quantitativen Prognosen weniger Wahrscheinlichkeit und Eintreffgenauigkeit, sondern eher  Ermittlung und Beschreibung von bestimmenden Faktoren und Wirkungszusammenhängen.

Infobox

Quellen

Fürst, Dietrich & Scholles, Frank (Hrsg.) (2008): Handbuch Theorien und Methoden der Raum- und Umweltplanung, 3. Auflage, Dortmund.

Letzte Änderung: 19.11.2012