Welche Umweltbedingungen gibt es?

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Unter den Umweltbedingungen sind z.B. bestehende Belastungen oder spezielle Empfindlichkeiten der Gebiete bzw. der Schutzgüter zu verstehen. Außerdem kommen Gebiete von besonderem ökologischen oder landschaftlichen Wert, Gebiete mit hoher Erholungsfunktion, dichter Besiedelung, einer großen Anzahl von durch Umweltprobleme betroffener Personen (z.B. durch Lärm) etc. in Betracht. Hier können positive wie negative Aspekte mit umfasst sein, d.h. also besonders wertvolle oder schützenswerte Umweltgüter und Umweltinteressen, ein Schutzstatus oder ein erhaltenswerter Umweltzustand ebenso wie besondere umweltrelevante Herausforderungen.

 

Mit der Beschreibung der voraussichtlichen Entwicklung des Umweltzustands bei Nichtdurchführung des Plans/Programms wird ein wichtiger Bezugsrahmen für die Prüfung des Plans/Programms hergestellt. (Diese Anforderung gemäß SUP RL steht im Zusammenhang mit der sog. Nullvariante, die bei Umweltprüfungsverfahren häufig angewandt wird). 

Aus Umweltsicht für die Prüfung relevant

Zu den für die Pläne/Programme relevanten Umweltproblemen können unter anderem die folgenden zählen:

  • bestehende Vorbelastungen
  • eine begrenzte Kapazität bzw Leistungsfähigkeit von Umweltmedien
  • Verbrauch von Ressourcen
  • vorhandene oder absehbare Bedrohungen und Konflikte etc.

Unter Gebieten mit spezieller Umweltrelevanz sind ausdrücklich Gebiete mit besonders hohem ökologischem Wert zu verstehen. Das kann neben den gemäß der FFH- oder der Vogelschutz-Richtlinie ausgewiesenen auch Gebiete betreffen, die in innerstaatlichen Rechtsvorschriften als Gebiete mit besonderem Wert ausgewiesen sind (z.B. nach verschiedenen naturschutzrechtlichen Vorschriften).

Scoping als Basis

Der Rahmen und Umfang der Informationen für die Umweltbedingungen leitet sich aus den Ergebnissen des Scopings ab. Es ist deshalb zweckmäßig, die Umweltbedingungen (inkl. Umweltzustand, Umweltmerkmale und Umweltprobleme) analog oder zumindest in Anlehnung an die Vorgaben hinsichtlich der Schutzgüter und Schutzinteressen zu beschreiben.

 

Dadurch wird der Bezug zu den Ergebnissen des Scopings einschließlich Struktur und Systematik und in weiterer Folge zur Bewertung der Umweltauswirkungen hergestellt.

Letzte Änderung: 15.11.2012