Inhalt und Durchführung

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Inhalt und Durchführung des Monitorings

Bei der Durchführung wird in der Regel eine Auseinandersetzung mit folgenden Punkten erforderlich sein:

  • Welche Inhalte sollen Gegenstand des Monitorings sein, inkl. der Status der Umsetzung (Durchführung) von Plänen/Programmen, Beiträge von Inhalten und Maßnahmen der Pläne/Programme zur Erreichung von Planungs- und Umweltschutzzielen, Entwicklungen (der Umsetzung der Pläne/Programme, der Umweltparameter, sonstiger Prognosen wie z.B. Verkehr, demografische Entwicklungen etc), Identifikation unvorhergesehener (unerwünschter) Umweltauswirkungen, Wirksamkeit der (Minderungs-) Maßnahmen?
  • Welche Gebiete (Flächen) sollen umfasst sein?
  • Mit welchen Methoden soll vorgegangen werden?
  • Welche Indikatoren sind geeignet, Aussagen zu liefern?
  • Welche Daten und Informationen werden benötigt?
  • Ab wann (unter welchen Voraussetzungen) sind Konsequenzen zu ziehen und welche kommen in Frage?
  • Soll das Monitoring im Team erfolgen und falls ja, mit welcher Zusammensetzung?
  • Soll es formalisiert ablaufen und etwa in der Form eines Beirats oder einer Plattform institutionalisiert werden?
  • Soll bestimmten Stellen die Möglichkeit zur Stellungnahme zu den Monitoringergebnissen gegeben werden?
  • Wer soll von den Ergebnissen des Monitorings informiert werden?
  • Soll das Monitoring für die zu betrachtenden Pläne/Programme alleine durchgeführt werden oder wäre es ggf. sinnvoller und effizienter, gemeinsam mit anderen Plänen/Programmen zu überwachen?

Auch das Monitoring hat (lediglich) die erheblichen Umweltauswirkungen zum Inhalt. Somit bietet sich eine gewisse Selektion an und es wird sinnvoll sein, sich auf die wesentlichen Auswirkungen schwerpunktmäßig zu konzentrieren.

 

Auch Leermeldungen sollten anlässlich eines Monitorings nochmals hinterfragt werden. Es ist schließlich denkbar, dass ursprünglich angenommene Leermeldungen sich im Laufe der Zeit als Irrtum herausstellen oder umgekehrt, prognostizierte Auswirkungen nicht eingetreten sind. Genauso denkbar ist es allerdings auch, dass eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehungen gar nicht hergestellt werden können.

Erfolgskontrolle

Es ist auch erforderlich festzulegen, wie eine Erfolgskontrolle mit Hilfe einer Auswahl von geeigneten Indikatoren "gemessen" werden kann. Dazu muss die Feststellung von Zielerreichung oder "Erfolg" im Zusammenhang mit den entsprechenden Planungs- und Umweltschutzzielen stehen. Hier ist auch zu entscheiden, ob die Erfolgskontrolle direkt oder indirekt ? etwa anhand der Prüfung bestimmter Maßnahmen? erfolgen soll.

Datenmaterial

Zum Monitoring ist auch zu klären, welche Daten und Informationen erforderlich sind und woher diese stammen können. Das beinhaltet auch die Frage, ob es sich dabei um qualitative oder auch quantitative Daten handelt. Dabei kann es auch ausreichen, wenn Trends angezeigt werden können.Damit das Monitoring nicht Selbstzweck bleibt, sollten allerdings natürlich auch Konsequenzen im Sinne einer "Nachbesserungspflicht" gezogen werden (können).

Zeitpunkt und Intervalle

Der Zeitpunkt eines sinnvollen Monitorings, auch des erstmaligen Monitorings von Plänen/Programmen, hängt u.A. auch entscheidend davon ab, welcher Natur die Auswirkungen auf die Umwelt sind, die von Plänen/Programmen ausgehen. Auch die Bestimmung sinnvoller Intervalle müsste sich eigentlich an der Fristigkeit der Umweltauswirkungen bzw. den betrachteten Schutzgütern und Schutzinteressen und an deren Reaktionszeiten auf diverse Einwirkungen orientieren.Ein pragmatischer Ansatz kann darin bestehen, das Monitoring in Anlehnung an die Fortschreibungsintervalle der Pläne/Programme vorzusehen. Damit könnte übrigens gleichzeitig die Frage beantwortet werden, wer für das Monitoring verantwortlich ist. Auf jeden Fall bieten sich existierende Revisionen von Plänen/Programmen an, um das Monitoring durchzuführen.

Infobox

Downloads

Checkliste Monitoring [PDF, 48KB]

Letzte Änderung: 16.11.2012