Mehrfachprüfungen müssen nicht sein

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Um unnötigen Aufwand zu vermeiden, können Informationen herangezogen werden, die auf anderen Ebenen des Entscheidungsprozesses, zum Beispiel bei Plänen/Programmen in anderen Bereichen (auch bereits durchgeführte Strategische Umweltprüfungen) oder anderen Prüfungen, gesammelt wurden.

 

Eine Prüfung auf einer bestimmten Planungsebene kann (Strategische) Umweltprüfungen auf nachfolgenden Ebenen oder auch eine UVP nicht gänzlich ersetzen. Dennoch kann Vorsorge getroffen werden, dass sich Prüfungen inhaltlich nicht wiederholen und allenfalls auf zusätzliche, aktuellere oder konkretere Prüfungsaspekte beschränken lassen.

 

Dafür müssen allerdings folgende Voraussetzungen vorliegen.

  • die zu prüfenden Pläne/Programme beinhalten offensichtlich keine weiteren bzw aktuellen Aspekte hinsichtlich der Auswirkungen auf die Umwelt und
  • die Ergebnisse der bereits durchgeführten SUP sind hinreichend aktuell und
  • keine neuen Rahmenbedingungen oder Erkenntnisse bzw. Daten haben entscheidenden Einfluss auf die Ergebnisse der bereits durchgeführten SUP.

Auf bestehende Informationen zurückgreifen

Die Möglichkeit koordinierter Verfahren (z.B. UVP und SUP) ist für bestimmte Anwendungsfälle durchaus realistisch und jedenfalls sinnvoll. Zumindest ist danach zu trachten, auf existierende Daten und Erkenntnisse - etwa aus Raum- oder Naturverträglichkeitsprüfungen - zurückzugreifen.

Letzte Änderung: 24.10.2012